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EZF Aschendorf

Der Start war für mich erst um 16:13 und brachte mich etwas in Schwierigkeiten, da ich um 19.00 Uhr bei Abiball sein wollte. Vielleicht war es das, was mich die ganze Zeit so nervös machte - es bedeutete konkret: Zieleinlauf, direkt zum Auto, umziehen, einladen, schnell losfahren, duschen und sofort los, mit Paul zum Abiball. Ich hatte Rennfieber, wie vor dem ersten mal… Lockeres Ausfahren war nicht drin und jeder weiß, dass es einige Zeit zum “Abdampfen” braucht…

Der Start lag oben auf der Deichkrone und so konnte man schnell Geschwindigkeit aufnehmen. Mit ein paar Minuten Verzögerung fängt dann das Leiden an, der Kampf Körper gegen den Geist. Nach 7 Minuten musste ich etwas herausnehmen, zunächst nahm ich an, dass heute der 39er- Schnitte zu knacken wäre. Nein, diesmal nicht. 

Richtig interessant wird es ja, wenn der Körper nur noch schreit, dass er nicht mehr will, Schmerzen in den Beinen, Lunge und Rachen brennen. Trotzdem dachte ich viel an den Abiball und ob ich es wohl rechtzeitig schaffen würde. Durch Stau hatte ich auf der Hinfahrt mehr als 1,5 Stunden gebraucht… Versuchte mich abzulenken, dachte an vergangene harte Momente/Rennen und an Tony Martin und Jens Voigt.

Hätte am liebsten HTFU herausgeschrien, aber bloß keine Kräfte vergeugen und den Atemrhytmus nicht gefährden. Vor der Wende stellte ich den Starter, der 1 Minute vor mir gestartet war. Das Abbremsen war dort eine gute Gelegenheit einen Schluck aus der Flasche zu nehmen und Wasser über Kopf ins ins Gesicht zu sprühen. Belohnung für die erste Hälfte. 

Die zweite Hälfte wurde richtig hart, völlige Leere, nichts mehr gedacht, Blutgeschmack im Mund. Ein paar mal ging es den Deich herauf und wieder runter. Einmal gingen mir fast die Lichter aus - ohne herunterzuschalten die paar Meter einfach wegzudrücken war keine gute Idee. Ich war am Limit und mehr war nicht drin. Der 38er-Schnitt war angesichts des geringen Trainingsumfangs (meist <5Std./Woche) ein gutes Ergebnis für mich, mit dem ich sehr zufrieden bin. OT: 00:34:11,8 Ø38.600.

Markus hatte schon beschrieben, dass die Leistungsdichte in den letzten Jahren enorm zugelegt hat. So kam ich auch hier mit meinem Ergebnis auf Platz 33 von 50 in der Hobbyklasse. Der Rückstand auf den Sieger betrug 4:02, der einen Ø von 43,7km/h hinlegte. 

Sieger (BZM) bei den Lizenzfahrern wurde Daniel Westmattelmann, Team Kuota, mit einer Zeit von 26:33! und einem Ø von 49,7km/h. Krass! 

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