EZF Heimbach und Pfingsttour

In jeglicher Hinsicht kann ich auf ein sehr schönes und ereignisreiches Wochenende zurückblicken, an das ich mich immer gern erinnern werde. Samstag habe ich beim EZF in Heimbach als Teil des Deutschland-Cups der Medizinberufe teilgenommen und den Tag darauf haben Metty und Andre mir bei bestem Sonnenwetter mal ihr schönes Revier gezeigt – traumhaft! Und Höhenmeter gabs auch ;)

EZF Heimbach

Foto: Metty

Die Anfahrt und das Warmfahren zum EZF in Heimbach begann mit einem Schrecken und dabei hatte ich noch richtig viel Glück. Die Kuppe hatten wir gerade passiert und es ging in die Abfahrt zum Startpunkt, da hubbelte es kurz an meinem Hinterrad, der Schlauch detonierte bei 40km/h auf gerader Strecke mit einem lauten Knall und nahm den Mantel von der Felge. Ich konnte langsam abbremsen und es dauerte etwas, bis ich überhaupt verstand, was da passiert war und welch unverschämtes Glück ich hatte, dass mir das nicht in einer Kurve passiert war. Zunächst dachte ich, dass es den Mantel auch zerrissen hat, aber nur der Schlauch klaffte ca. 10cm auseinander. Dann auch noch reichlich Fummelei, weil das Ventil für die Minipumpe etwas zu kurz war. Was in diesem Moment aber richtig richtig toll war: Es hielten bestimmt 6-8 Rennradler und Triathleten und boten ihre Hilfe an, sogar Autofahrer fragten, ob alles in Ordnung sei. Überhaupt habe ich an diesem Wochenende mehr Radsportler gesehen als hier oben im ganzen Jahr.
Am Start angekommen, war mir wieder kalt. Die Zeit reichte gerade um eine Standpumpe auszuleihen, um dem Reifen noch etwas mehr Druck zu verleihen. Das Vertrauen in das Material war jedoch irgendwie futsch und ich begnügte mich mit 7bar. Nervöser Kaltstart in den Berg, super, eine ganz neue Erfahrung. Überhaupt waren das meine ersten Höhenmeter in diesem Jahr. *lach*
Mit dem Ergebnis bin ich unter den Umständen eigentlich ganz zufrieden, rund 20km/h im Schnitt sind für mich bei dieser Steigung schon über dem, was ich erwartet hatte und ich konnte mich gut auf die Belastung einstellen. Ein sehr guter Trainigsreiz ohne großartige Belastungserscheinungen in der Folge.
Es handelt sich bei der Veranstaltung übrigens um eine sehr kleine Schaar von Radsportlern mit ganz verschiedenen, aber eher gehobenen Leistungsklassen – die Spitzenreiter fuhren Mariawald mit einem Schnitt von über 28km/h. Die Stimmung war sehr nett und wir bedauerten es sehr, dass wir nicht bis zur Siegerehrung bleiben konnten. Was übrigens auch sehr gefreut hat: endlich mal Angelika persönlich zu treffen, auch wenn wir nicht viel Gelegenheit hatten, miteinander zu plaudern. Sie hat übrigens auch über das Bergzeitfahren gebloggt.

Am Sonntag dann diese sehr schöne Tour mit Metty und Andre. Habe dabei viele Eindrücke aufgesogen und bin von diesem Revier echt begeistert. Flach, hügelig-wellig, bergig, einfach alles dabei. Das einzige, was zeitweise extrem nervig war: Kamikaze-Motorradfahrer. Wir haben 3-4 Situationen erlebt, die echt überhaupt nicht gehen. Wenn sich Leute selbst gefährden, ok, es ist ihr Leben, aber was manche (nicht alle!) im Strassenverkehr abziehen ist einfach unglaublich.

Davon mal abgesehen haben wir am Rande der Eifel nochmal 650Hm eingesammelt und viele schöne Momente genossen, das Positive überwiegte deutlich. So richtig Lust auf meine Hausstrecken habe ich momentan überhaupt nicht ;)
Sehr gern hätte ich einen einigermaßen guten Fotoapparat dabei gehabt, aber die Bilder vom iPhone sprechen auch so für sich.
Für Pfingstmontag hatte ich eigentlich die Teilnahme am Strassenrennen geplant, aber aus verschiedenen Gründen habe ich davon Abstand genommen und diese Entscheidung erst kurz vorm Start getroffen. Regen, rutschige Kurven, der Wunsch erstmal das Material zu checken und etwas Zahnschmerzen waren für mich genug Hinweise, lieber die Finger davon zu lassen. Eine meiner goldenen regeln lautet: Sprechen 3 Gründe gegen einen Start, dann lass ich es sein. Ich muss mir nichts mehr beweisen, es geht um nix und die Freude am Sport steht absolut im Vordergrund. Stress bietet das Leben schon genug ;)

Vorbereitung für Köln

Während mir das Zeitfahren noch richtig in den Knochen steckt, habe ich schonmal die Wahl des Laufradsatzes und der Reifen für das EZF in Heimbach und das Straßenrennen in Köln getroffen.

Die Zipp404 bleiben Zuhause, weil sie für den Anstieg in Heimbach zu schwer sind. Stattdessen nehme ich die TriMax T30, vorne Conti Attack, hinten GP 4000s. Gewichtsersparnis gegenüber den Zippies mit Ultremos ZX: fast 500g. Der GP 4000s ist noch aus der letzten Saison, ich hatte die Schlappen gegen günstige Trainingsreifen (Conti Ultra Sport) getauscht und beiseite gelegt – ein Wechsel ist ja schnell erledigt. Der GP 4000s ist nach wie vor meinen absoluten Liebling!

Grand Prix 4000s
Obwohl ich das anders geplant hatte, werde ich auf das Training zwischen den Rennen komplett verzichten, evtl. eine kleine, ruhige Runde drehen, mehr aber nicht. Habe das Gefühl, dass ich diese Pause brauche, denn die Anstrengung war größer als gedacht..
Egal wie es in Köln laufen wird, ich freu mich schon auf ein tolles Radsportwochenende mit Metty :)

EZF Edewecht 2013

Nach dem vielen Grundlagentraining im Frühjahr hatte ich mich besonders auf das erste richtige Rennen in diesem Jahr gefreut. Vorbei das langweilige GA1-2 Training, endlich mal wieder bollern! und so war das Training in den letzten 8 Wochen auch viel abwechslungsreicher. Die Ergebnisse während der Vorbereitungszeit ließen hoffen, eine neue PBZ schien auf jeden Fall drin. Aber um es kurz zu machen, ich war heute auf gleicher Strecke 1 Minute und 26 Sekunden später im Ziel, als letztes Jahr. Zwar gab es einige Umstände, die das erklären können, doch habe ich fest geglaubt, zumindest die gleiche Zeit wie im Vorjahr zu fahren, egal welche Einflüsse auch eine Rolle spielen mögen. Zwar weiß ich, dass das eigentlich Quatsch ist, aber ich bin enttäuscht – auch das gehört dazu. In den letzten Jahren hat es stetig eine Verbesserung der Ergebnisse gegeben, heute war es das erste mal anders..

Das Wetter ist hier momentan sehr wechselhaft und da Ulli und Bent mich begleiten wollten (DANKE!), lag es auf der Hand mit dem Auto nach Edewecht zu fahren, ansonsten hätte ich bei besseren Bedingungen die 30km zum Warmfahren genutzt. Wir waren 45 Minuten vor dem Start vor Ort und ich drehte ein paar Runden durch das sattgrüne Ammerland, um die Beine auf Betriebstemperatur zu bringen. Es war etwas kühl und außerhalb der Ortschaft wehe eine mäßige Brise, die dicke, schwarze Wolken vor sich herschob. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, heute keine guten Beine zu haben, ihr kennt das, es gibt solche Tage..
Am Start, ein paar Minuten bevor es losging, pellte ich mich aus der Regenjacke, streifte die Arm- und Beinlinge ab und stand auch schon auf der Startrampe. 5,4,3,2,1 Geh!
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Sunny Sunday

Die Tour hat mir gestern einen richtigen Schub gegeben, es war alles dabei: Sonne pur, Trainingsreize bis in den Spitzenbereich und auch ruhigere Phasen, die Beine fühlten sich gut an, der Motor lief. Dann unterwegs Thomas getroffen, der mir aus Wilhelmshaven entgegen kam – immer wieder sehr schön, wenn man Kontakte via Twitter & Co dann in “echt” trifft. Das übliche “Wer bist Du, wo kommst Du her usw.” fällt komplett weg und es ist fast so, als würde man sich regelmäßig gesehen haben. Cool.
Nach einer längeren Teepause mit viel Kuchen mussten die Kalorien ja irgendwie verwertet werden und ich hatte, entgegen meines Vorhabens auf der Rücktour ‘ne ruhige Kugel zu schieben, richtig Bock nochmal zu bollern. Dabei sind auch die Fotos entstanden, flach, super Asphalt, kein Auto, need 4 speed!

Sonntag, beim EZF in Edewecht werde ich mit der BMC teammachine an den Start gehen und auf Aerobars verzichten. Das passt ganz gut, weil ich die Woche drauf auch das Rennrad nutzen werde. Der Vorteil der Aeroposition ist marginal, jedenfalls bei einer Fahrzeit von ca. 32 Minuten und wenn der Gegenwind nicht zu stark ist, was ich hoffe.
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Trainingsseiten auf dem Edge 800

Garmin Edge 800Nach meinem letzten Training war klar, dass ich meine Trainingsseiten auf dem Edge800 überdenken musste, wobei eigentlich nur eine fehlte, und zwar die für die Intervalle. Angeregt durch den Beitrag von Metty habe ich mal nachgeschaut, was sich im Laufe der Zeit auf meinem Radcomputer geändert hat. Es ist weniger und übersichtlicher geworden. Angaben zur Höhe und Steigung fehlen inzwischen genau so wie die Trittfrequenz. Das hat nichts damit zu tun, dass es hierzulande sehr flach ist, sondern eher damit, dass mir diese Angaben während des Fahrens nicht helfen und somit uninteressant sind (eine Erkenntnis der Morgenrunden auf Fuerte Ventura). Über die Anzeige der Trittfrequenz könnte ich nochmal nachdenken, wenn ich das gezielt trainieren will, ist im Moment aber nicht so wichtig. Zwischen 60-100U/min weiß ich auch so ziemlich genau, wo ich liege.

Screenshots sind beim Edge800 übrigens unter Menü -> Einstellungen -> System -> Anzeige -> Screenshot einzuschalten und werden durch einen kurzen Druck auf den Einschaltknopf im Verzeichnis garmin/scrn/ abgelegt.

Irgendwas ist ja immer

sonnig
Heute standen 30-Sekundenintervalle auf dem Plan und ich hatte mich schon richtig auf ein intensives Training bei sonnigem Wetter gefreut. Gestern Abend fiel mir dann etwas aus der Hand und ich wollte nachgreifen, was sofort zu einem stechenden Schmerz im Nacken führte, “Nerv eingeklemmt”. Sogar im Schlaf wurde ich damit belästigt und ich verschob das Training auf die Mittagszeit, wenn überhaupt. Um den Nacken etwas zu schonen, ließ ich das TT-Bike links stehen und machte mich mit dem Rennrad auf den Weg. Kalt wars. Und schön sonnig. Etwas verspannt kurbelte ich frei nach Schnauze und wollte dann nach 1 Stunde entscheiden, ob ich die Intervalle überhaupt fahre. Die Nackenschmerzen waren immer noch da, wurden weder besser, noch schlechter. Als ich dann hinter Remels testweise mal reintreten wollte, fiel mir auf, dass ich auf dem Edge800 keine Seite mehr hatte, die die vollständige Zeit, also mit Sekunden, anzeigte. Hmm.. doof das. Also zuhause gleich mal ne Anzeige für Intervalle/Sprints konfigurieren. Statt der 30-Sekunden fuhr ich dann Intervalle im Minutentakt, dann allerdings nur 4 statt 8. Lief ganz gut, aber nicht optimal und war dennoch froh, dass die Nackenschmerzen nicht schlimmer wurden.

Belohnt wurde ich heute mit viel Sonne und weiß-blauem Himmel. Auf den letzten 15KM hätte ich schon gern den Schnitt von 31km/h gehalten, aber es sollte nicht sein – das hat meinen Ehrgeiz schon ein bisschen geärgert, naja heute ist nicht aller Tage.. ;)

Während der Fahrt habe ich oft darüber nachgedacht, ob ich das EZF Mitte Mai einfach mal mit der BMC Teammachine statt dem nicht so optimalen TT-Bike fahren sollte. Eine Woche später werde ich ausschließlich das BMC fahren, wenn es im Sprintmodus Mariawald hochgeht (EZF) und das Strassenrennen folgt… Bin mir unschlüssig.
Übrigens geht es dem Nacken hinterher sogar etwas besser. cool!

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JerseyBin und Lezyne Caddy Sack

Vor einiger Zeit hatte ich es satt, mein iPhone auf den Touren in einen Gefrierbeutel einzuwickeln und wirklich sicher war ich mir auch nie, ob die dünnen Folien es vor der Feuchtigkeit in der Rückentasche schützen. Manchmal hatten sich nach mehrmaliger Benutzung schon Risse gebildet- jedes mal eine neue Tüte zu nehmen widerstrebte mir. Zwar hatte ich noch eine wasserdicht verschließbare Kunststoffbox, in die das Handy und etwas Kleingeld reinpasste, doch war sie etwas klobig in den eng anliegenden Jerseys und der Inhalt klapperte manchmal. Außerdem ist sie seit dem Urlaub im letzten Jahr verschollen.
Da kam mir die Empfehlung von Markus gerade recht, der u.a. über die/den Lezyne Caddy Sack berichtete. Dabei handelt es sich um eine recht robuste Kunststofftasche, die sich durch 2 Knicks und Klettverschluss wasserabweisend verschließen läßt. Es gibt sie in verschiedenen Größen, wobei ich mich für S entschieden habe – meiner Meinung nach ausreichend, es passen ein iPhone4 oder ein Schlauch und Kleinteile wie Reifenheber oder Geld hinein. Mehr muss es nicht sein. Die Tasche macht einen sehr guten Eindruck und wird lange halten, denke ich, Feuchtigkeit und Schmutz haben keine Chance.

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Mit ein paar netten Zeilen kam dann ebenfalls von Markus die Tage ein JerseyBin in Haus. Über die Überaschungspost aus Norwegen habe ich mich sehr gefreut, vielen Dank dafür!
Ein JerseyBin ist eine leichte, transparente, wasserabweisende Hülle mit Zippverschluss. Die Eigenschaft, dass sie transparent ist, macht sie für das iPhone oder andere Smartphones mit Touchscreen interessant, weil das Display ablesbar und bedienbar ist, ohne es aus der sicheren Hüllen herausnehmen zu müssen. Fetter Pluspunkt!
Ich mag beide Hüllen, wobei das Phone bei den letzten Ausfahrten seinen Platz immer im JerseyBin gefunden hat und ich den Lezyne Caddy Sack für Werkzeug o.ä. genutzt habe.
Das JerseyBin könnt Ihr übrigens direkt bei 54elf bestellen.